EineWeltKreis LOGO

Nicht nur erfreuliche Nachrichten erreichen uns aus Nicaragua: 

Auszug aus einem Artikel des freien Journalisten Ralf Leomhard vom 04.062020 -

"Die FURCHE" - Die österreichische Wochenzeitung seit 1945

...

„Die meisten nehmen es in Kauf, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei der Arbeit angesteckt zu werden, wenn die Alternative heißt, die Arbeit zu verlieren.

Verharmlosung von Covid-19-Fällen

Ganz unterschiedlich reagieren auch die zentralamerikanischen Kleinstaaten auf die Krise. Während El Salvadors selbstherrlicher Präsident Nayib Bukele bereits die Grenzen schloss und ein Ausgangsverbot verhängte, bevor der erste Patient positiv getestet wurde, verleugnet Daniel Ortega in Nicaragua, dass das Land überhaupt von der Pandemie erfasst worden ist. Die ersten registrieren Fälle wurden als „importiert“ verharmlost. Das großartige basisorientierte Gesundheitssystem habe alles im Griff. Staatliche Schulen und Geschäfte bleiben offen. Die Regierung fördert sogar Massenveranstaltungen und lockt das Volk an die Strände und zu SportEvents. Nicaragua gehört zu den wenigen Ländern, wo die Fußball-Liga zu Ende gespielt werden konnte. Offiziell waren bis zum Pfingstwochenende überhaupt erst 35 Todesopfer anerkannt. Gleichzeitig sterben dutzende Menschen an „atypischen Lungen entzündungen“.

Das unabhängige Observatorio Ciudadano Covid-19 zählte zuletzt mindestens 805 Personen, die mit Corona-Symptomen gestorben sind. Der Arzt Leonel Argüello berichtete in einer Videokonferenz von Männern in Ganzkörperanzügen, die Tote aus den Spitälern im Morgengrauen bestatteten. Die Angehörigen würden erst danach verständigt. Unter dem Gesundheitspersonal hat die Pandemie mindestens 28 Todesopfer gefordert, da die autoritäre Regierung die Verteilung von Schutzausrüstung an das Personal untersagte, „um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden“. Verboten wurde auch eine Corona-Hotline, die der Bischof von Matagalpa einrichten wollte. Die Panik hat sich längst eingestellt, obwohl die meisten Medien von der Regierung und dem OrtegaClan kontrolliert werden. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder nicht mehr in die Schule und bleibt zu Hause.

...

 

 

Umso mehr freut es uns Bilder von den Kindern und Schulen bekommen zu haben!

 

Liebe Grüße                         H.K.

 

 

 

 

 

 Wir vom Team der „Eine Welt Gruppe“, sind Teil der Pfarre Akkonplatz.Eine Welt Kreis

Hinter dem Sammelnamen „Eine Welt Gruppe” verstecken sich Schlagworte wie Selbstbesteuerung, Nicaragua, Schulprojekt und Fairtrade.

Bereits seit 1990 besteht eine Partnerschaft mit der kleinen Gemeinde „San Pedro del Norte“ im armen Norden Nicaraguas.

Unsere Unterstützung besteht aus kleineren und größeren Projekten, wie dem Ankauf von Bibeln, Musikinstrumenten, Sportgeräten, der Ausstattung eines Bildungshauses, dem Bau eines Gemeindezentrums, der Organisation von Nähkursen (incl. Nähmaschinen), der Katastrophenhilfe, dem Bau einer kleinen Kirche, der Unterstützung einer Tischlerkooperative, dem Ankauf von gesundheitsfreundlichen Holzherden, Hühnern, …

Neben diesen materiellen Projekten unterstützen wir auch immer wieder Kampagnen gegen Gewalt in der Familie, die auch in unserer Partnergemeinde ein großes Problem darstellt.

Unser bisher größtes Projekt betreiben wir seit einigen Jahren schon gemeinsam mit den Pfarren Schönbrunn Vorpark, Ev. Pfarre HB Zwinglikirche, sowie dem Pensionistenwohnhaus Schmelz, der Gruppe ACUS-Wien-West und Schulen des 14. und 15. Bezirkes. Es handelt sich dabei um das „Schulgeld“-Projekt des „Personenkomitees Wien 14/15“. Durch dieses Projekt wird jährlich 160 Kindern (seit 2020) in 7 Schulen der Umgebung von San Pedro del Norte der Schulbesuch ermöglicht. Im Abstand von 5 bis 6 Jahren, zuletzt 2016, überzeugen wir uns vor Ort vom Lauf des Projektes.

(Wollen Sie sich näher über das „Schulgeld"-Projekt informieren? Schreiben Sie ein kurzes E-Mail an „Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; und wir melden uns umgehend bei Ihnen.)

Seit 2018 mußten wir schrittweise das Schulprojekt über Horizont 3000 abwickeln. Das klingt einfach, war es aber nicht.

2019 wurde dann Frau Mayra Sirias als Konsulentin vetraglich von Horizont 3000 angestellt. Das Projekt wurde offiziell bei der zuständigen Behörde beantragt.

Schlussendlich ist es seit Jänner 2020 soweit, dass die Fortführung des Projekts vorläufig gesichert ist und erste Zahlungen sind bereits erfolgt.

Allerdings gibt es bei dieser Lösung einen großen Wermuthstropfen. Auf Grund der gestiegenen Kosten und den zusätzlichen Gegebenheiten eines schlechteren Wechselkurses zwischen Dollar und Euro, sowie eines leider steten Rückgangs der Spenden waren wir 2020 gezwungen, die Anzahl der Stipendien von 200 auf 160 zu reduzieren, für die wir jährlich 20.000,-- EURO aufbringen müssen.

Da wir im Jahr 2019 keine Stipendien auszahlen konnten, haben wir uns entschieden, dem schon bei unserem letzten Besuch 2016 geäußerten Wunsch nach Laptops nachzukommen. Vier Schulen und Frau Sirias wurden Ende des Jahres 2019 mit Laptops ausgestattet. Dies soll sowohl die Kommunikation untereinander als auch zu den Behörden erleichtern.

Das Schuljahr 2020 ist aufgrund der 2019 ausgesetzten Zahlung zwar gesichert, aber für die Weiterführung des Projekts benötigen wir unbedingt wieder Ihre Hilfe. Wir wissen, dass auch bei uns die Zeiten nicht so rosig sind, aber dennoch dürfen wir die, denen es noch viel schlechter geht, nicht vergessen. Und Bildung ist das, was nachhaltig die Situation verbessern kann. Die langen Jahre unserer Hilfe bezeugen dies. Viele der von uns unterstützten Schüler besuchten imAnschluss an die Grundschule die Mittelschule und waren dort unter den Besten. Einige brachten es mit staatlichem Stipendium sogar bis zum Universitätsstudium.

Für Ihren Beitrag dazu danken wir Ihnen im Namen der Kinder und ihrer Familien ganz herzlich. Gleichzeitig hoffen wir natürlich, auf Ihre Hilfe auch in Zukunft zählen zu dürfen.

Eine organisatorische Information: Herr Pfr. i. R. Hans Fischer hat sich aus Altersgründen keinesfalls von seinem Engagement, jedoch von der Leitung des Projekts zurückgezogen. An seiner Stelle werden Frau Maria Kostistansky, Herr Hannes Frey und Herr Helmuth Kolbe gemeinsam die Vertretung des österreichischen Teils des Projekts in der Kommunikation mit H3000 übernehmen.

Für den Eine Welt Kreis

Maria Kostistansky   Helmuth Kolbe

Wenn auch Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen wollen, nehmen wir Ihre Spende dankend an.

Unser Eine-Welt-Spenden-Konto:
Kath. Gemeinde Akkonplatz - Eine Welt
IBAN: AT50 3200 0000 1254 7394
Verwendungszweck: Eine Welt